Was Führungskräfte für ihre Gesundheit tun: Den Sex nicht vergessen!

Die Kolumne von Damian Sicking

Vor einigen Tagen veröffentlichte das Handelsblatt auf seiner Webseite einen Artikel mit der Headline „Das tun Führungskräfte für ihre Gesundheit“. Dem Beitrag liegt die Befragung von 1.000 Managern zugrunde, welche die Max-Grundig-Klinik in Bühl durchgeführt hat. In der Sache enthält der Artikel wenige Überraschungen: Die Manager treiben Sport, achten auf ihre Ernährung, rauchen nicht und solche Sachen.

Einen für die Gesundheit wesentlichen Faktor sucht man in dem Handelsblatt-Artikel jedoch vergebens: Sex! Wieder einmal ist der Sex vergessen worden. Das ist schlimm und unverständlich. Denn spätestens nach dem  Erscheinen meines Buches „Professor Bosses total verrückte Karrieretipps“ sollte jeder wissen, wie wichtig regelmäßiger Sex und ein erfülltes Liebesleben für die physische und psychische Gesundheit sowie Leistungsfähigkeit im Berufs- und Privatleben (also eigentlich für alles) ist. Manager können noch so oft früh morgens um den See laufen und noch so viel Tofu futtern, wenn in ihrem Liebesleben tote Hose ist, wird das nichts mit ihrer Gesundheit und ihrer Leistungsfähigkeit.

Sexy couple

Manager können noch so oft früh morgens um den See laufen und noch so viel Tofu futtern, wenn in ihrem Liebesleben tote Hose ist, wird das nichts mit ihrer Gesundheit und ihrer Leistungsfähigkeit.

Vielleicht haben Sie mitbekommen, dass BMW-Chef Harald Krüger in der vergangenen Woche bei der Präsentation neuer Automodelle auf der Messe IAA in Frankfurt zusammengebrochen ist. Mich würde nicht wundern, wenn Krüger am Abend vor seinem Auftritt und seinem Zusammenbruch keinen Sex hatte. Und womöglich hätte er diesen öffentlichen Schwächeanfall vermeiden können, wenn er sich vorher einen schönen Abend im Lotterbett gemacht hätte. Denn Sex ist – das hat die Wissenschaft festgestellt – nicht nur allgemein der Gesundheit zuträglich, sondern auch ganz konkret ein hervoragendes Vorbeugemittel gegen Lampenfieber. (Wer´s nicht glaubt, kann es hier noch einmal nachlesen.)

Daher fordere ich ja schon lange eine Professionalisierung des Liebeslebens unserer Führungskräfte, übrigens nicht nur in den Unternehmen, sondern auch in der Politik. Sex ist einfach zu wichtig, als dass man ihn dem Zufall oder der Lust überlassen dürfte. Jetzt mal unter uns: Wann haben Sie das letzte Mal Sex gehabt, nicht weil Sie von Ihren Trieben übermannt wurden, sondern ganz einfach und allein aus dem Grund, weil Sex gesund ist? Sehen Sie!!! Das meine ich, wenn ich von einem unprofessionellen Umgang mit dem Thema Sex spreche. In anderen Lebensbereichen sind Sie viel weiter. In der Ernähung zum Beispiel. Sie essen doch beispielsweise auch Spinat, nicht etwa weil er Ihnen so gut schmeckt, sondern ausschließlich aus dem Grund, weil er gesund ist. Oder Grünkohl. Na, sehen Sie? Warum also nicht auch mal Sex haben, einfach weil er gesund ist?

In diesem Sinne: Sie wissen, was zu tun ist…

 

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