Warum Fachkräfte bleiben…

Vor ein paar Tagen haben wir über eine Studie berichtet, derzufolge ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer auf gepackten Koffern sitzt. Wie das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag der Online-Jobbörse StepStone herausgefunden hat, sucht ein Viertel der befragten Arbeitnehmer aktiv nach einem neuen Job, weitere 30 Prozent zeigen sich offen für interessante Angebote.

Jetzt hat Stepstone nachgelegt und ist von der anderen Seite an das Thema herangegangen. Die Frage, auf welche entsprechende Studie die Antwort liefern sollte, lautete: Was motiviert Fachkräfte, bei ihrem Arbeitgeber zu bleiben und eben nicht zu kündigen? Was ist ihnen wichtig, was nicht? Die Antwort sind nicht überraschend. Das Geld, also die gute Bezahlung, ist es nicht. Ganz oben stehen interessante Arbeitsinhalte (62 Prozent der Nennungen) und ein gutes Verhältnis zu Kollegen (59 Prozent). Ebenfalls relevant sind ein attraktiver Firmenstandort (46 Prozent) und die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens (39 Prozent). Eine angemessene Work-Life-Balance trägt für ein Drittel der Arbeitnehmer in Deutschland maßgeblich zu ihrer Bindung an ein Unternehmen bei – ein attraktives Gehalt bindet dagegen nur knapp 24 Prozent der Fachkräfte.

Allerdings sind die Gründe, im Unternehmen zu bleiben, je nach Berufsrichtung sehr unterschiedlich: Während für Finanzfachkräfte ein attraktiver Unternehmensstandort den wichtigsten Bindungsgrund darstellt, räumen Ingenieure und ITler dem Verhältnis zu Kollegen die höchste Priorität ein (vgl. Abbildung).

Interessant am Rande: Das Verhältnis zum Vorgesetzten zählt mit 45 Prozent der Nennungen zu den wichtigsten Kritierien, wird in der Pressemitteilung von Stepstone aber mit keinem Wort erwähnt.

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