Warum der Rausschmiss von Top-Gear-Star Jeremy Clarkson richtig ist

Fashionable businessmanWenn man keine Arschlöcher in seiner Firma haben will, muss man sie entfernen, wo immer man sie findet. Auch wenn sie ganz oben stehen oder ein Star sind.

Die Kolumne von Damian Sicking

Der Rausschmiss von Jeremy Clarkson, Starmoderator der britischen Kultsendung Top Gear durch seinen Arbeitgeber BBC schlägt ja derzeit hohe Wellen. Um genau zu sein, handelt es sich nicht um eine Entlassung, sondern um eine Nicht-Verlängerung seines jetzt auslaufenden Vertrages. Auslöser war, wie den Medien zu entnehmen ist, eine verbale und auch körperliche Attacke Clarksons gegen einen Kollegen nach einem langen Drehtag. Weil ihm nicht, wie von ihm erwartet, im Hotel ein schönes Schnitzel, sondern nur eine Kalte Platte serviert worden war, stauchte und haute der Fernsehmann den Kollegen zusammen, so dass dieser anschließend ärztlich behandelt werden musste. Clarkson, der bei den TV-Zuschauern eine große Fangemeide hat, hatte wegen anderer Vorfälle bereits eine Reihe von Er- bzw. Abmahnungen seines Senders erhalten. Nun also gab es die rote Karte.

Auch wenn viele Fans der Sendung und des Moderator diese Entscheidung des BBC kritisieren – sie ist völlig richtig. Jede Firma müsste so handeln. Zumindest jede Firma, in der man sich darauf verständigt hat, keine Arschlöcher zu beschäftigen. Man kann natürlich auch in seine Firmenstatuten hineinschreiben, dass man es liebt, Arschlöcher in den eigenen Reihen zu haben oder sie zumindest zu dulden, solange sie Top-Leistungen abliefern. Dann kann sich jeder vorher überlegen, ob er in dieser Firma arbeiten will oder nicht. Bei der BBC gibt es eine solche Regel nicht – wie zweifelsohne in den meisten anderen Unternehmen auch. Ich frage mich allerdings, ob Clarkson das einzige Arschloch in der BBC ist oder nur das prominenteste.

Kommentare sind deaktiviert.