Respekt? Respekt!

Wer Respekt von seinen Mitarbeitern erwartet, muss ihnen selbst erst welchen entgegenbringen. Denn das alte Sprichwort: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“ gilt ganz besonders für die Zusammenarbeit im Büro.

Cholerische Ausraster, Befehlston, Sarkasmus: Führung dieser Art mag durchaus funktionieren, denn sie schüchtert die Mitarbeiter ein. Doch sie sorgt natürlich auch für schlechte Stimmung beziehungsweise eine Atmosphäre der Angst. Und: Auf diese Weise bleiben Ihre Mitarbeiter Ihnen immer fremd. So kann kein Vertrauen und keine Loyalität wachsen.

Doch gerade in Krisenzeiten kommt es genau darauf an. Wenn es schwierig wird, müssen Sie sich auf Ihr Team verlassen können. Damit die Leute auch in schwierigen Zeiten hinter Ihnen stehen und bereit sind, alles zu geben, braucht es eine gute Basis. Das Zauberwort heißt Respekt. Wenn Sie ihn gegenüber Ihren Mitarbeitern zeigen, werden Sie ihn auch zurückbekommen.

Respekt zeigen können Sie, in dem Sie die Arbeit der einzelnen Mitarbeiter wertschätzen und das auch vermitteln. Sie erhalten eine gute Arbeitsleistung und Loyalität zurück. Wer weiß, dass seine Arbeit wertgeschätzt wird, engagiert sich nachweislich stärker.

Übrigens: Ihre Mitarbeiter zu loben lohnt sich auch für Sie: Senden Sie positive Signale aus, werden Sie Ihrem Gegenüber automatisch sympathischer. Deshalb ist es auch so wirkungsvoll, in jedem Menschen erst einmal die positiven Seiten zu sehen und ihm dafür Anerkennung zu zollen.

Zum Respekt beim Umgang miteinander gehören auch höfliche Umgangsformen. Genau die werden von vielen Vorgesetzten im Eifer des Gefechts aber leider häufig vergessen. Wenn Sie wüssten, wie sehr es einen Mitarbeiter kränkt, dass Sie niemals „Bitte“ sagen und sich nicht für die geleistete Arbeit bedanken, würden Sie künftig sicher auf Ihre Wortwahl achten. Jeder Mensch achtet bewusst oder unbewusst auf die Einhaltung solcher Umgangsformen. Selbst das „viele Grüße“ oder die Anrede in der Mail ist mehr als eine Floskel: fehlt es, fühlen sich viele Menschen automatisch respektlos behandelt. Nur wenn der Umgang mit dem Anderen freundschaftlich-locker ist oder es eine entsprechende firmeninterne Verabredung gibt, können Sie darauf verzichten – genauso wie Ihr Mitarbeiter übrigens!

Dass Sie Ihre Mitarbeiter nicht anschreien, runtermachen (im schlimmsten Fall noch vor Kollegen) und auch mit der korrekten Anrede ansprechen (also nicht „Maier“, sondern „Herr Maier“, versteht sich hoffentlich von selbst.

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