Aufgeschnappt (mit Senf)

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„Ich sage, was ich denke.“

Anke Schäferkordt, Geschäftsführerin der Mediengruppe RTL Deutschland GmbH und Vorstandsmitglied der Bertelsmann SE & Co. KGaA*

Hoffentlich tun Sie das nicht, liebe Frau Schäferkordt! Zumindest nicht immer. Es gibt vielleicht Dinge, die sollten Sie lieber nicht aussprechen. Ich stelle mir vor, Sie sitzen mit ein paar Kollegen im Meeting und plötzlich denken Sie: „Bin ich denn hier nur von Affen umgeben?“. Vermutlich wäre es besser, diesen Gedanken bei sich zu behalten. Wenn es sich um ein Vorstandsmeeting handelt, umso mehr. Oder Sie treffen morgens im Aufzug einen Mitarbeiter aus der Dingsabteilung und denken so bei sich: „Mann, ist der fett geworden. Und die Haare, die ihm da aus der Nase wachsen, ist ja widerlich.“ Oder so: „Wow, netter Hintern!“ Solche Sachen denkt man ja im Laufe eines Tages (bzw. richtiger: Es denkt in einem), aber aussprechen tut man so etwas doch nicht, oder?

Klar, so haben Sie das nicht gemeint. Weiß ich doch, Frau Schäferkordt.  Aber gesagt haben Sie´s. Warum? Warum sagt man so einen Quatsch? Ich glaube die Antwort zu kennen: Weil man zu wenig denkt, zu wenig nachdenkt. Gerade über das, was man sagt. Und das ist ein Fehler.

Beste Grüße!

Damian Sicking

*im Manager-Magazin 7/2014, S. 102

Kategorien: Allgemein, Humor, Kolumne, News

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